Die Freiwillige Feuerwehr Michelstadt hat am 16. Juli 2025 eine unangekündigte Alarmübung im Bereich der Zeller Brücke durchgeführt. Übungsszenario war ein schwerer Bahnunfall mit zahlreichen verletzten Personen. Die Maßnahme diente der Überprüfung und Optimierung der Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Rettungsdienst und Bahnunternehmen bei Großschadenslagen im Schienenverkehr.
Realitätsnahes Szenario dank gesperrtem Bahnabschnitt
Ausgangspunkt der Übung war die Annahme, dass ein Schienenfahrzeug im Bereich des freien Gleises zwischen Michelstadt und Bad König/Zell mit einem Hindernis kollidiert und daraufhin eine Notbremsung einleitet. Aufgrund des aktuell eingestellten Bahnverkehrs an der Zeller Brücke konnte die Übung unter realistischen Bedingungen stattfinden.
Technische Rettung und medizinische Versorgung geübt
Mehrere Personen galten in dem Szenario als verletzt, darunter auch einige, die im Zug eingeklemmt waren. Die technische Rettung übernahm die Feuerwehr, die Verletzten wurden anschließend unter einsatznahen Bedingungen vom Rettungsdienst versorgt und der weiteren medizinischen Behandlung zugeführt.
Beteiligung von Feuerwehren, Rettungsdienst und Bahnunternehmen
Im Einsatz befanden sich insgesamt über 50 Einsatzkräfte. Die Freiwillige Feuerwehr Michelstadt war mit sieben Einsatzfahrzeugen vor Ort, die Freiwillige Feuerwehr Oberzent/Beerfelden unterstützte mit drei Fahrzeugen. Zudem war die Verstärkungsgruppe Rettungsdienst mit drei Rettungswagen beteiligt. Auch Vertreter der Deutschen Bahn AG und der VIAS Rail GmbH nahmen an der Übung teil.
Ziel: Optimierung der Zusammenarbeit
Im Vordergrund der Alarmübung stand die Überprüfung der interorganisatorischen Zusammenarbeit und der taktischen Abläufe bei einem Einsatz mit einer Vielzahl von Verletzten im Schienenbereich. Die Stadt Michelstadt wertet solche Übungen als wichtigen Beitrag zur Einsatzvorbereitung und Gefahrenabwehr im öffentlichen Verkehrsraum.

